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Simone Braun

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Mit Ontologien und Folksonomien Communities von Wissensarbeitern Unterstützen

Veranstaltungsart:
Graduiertenkolloquium



Eine Herausforderung im Alltag von Unternehmen und Wissensarbeitern ist es nicht nur relevante Informati-onen zu entdecken um daraus neues Wissen zu generieren, sondern auch diese einmal gefundenen und als interessant und nützlich befundenen Informationen so zu organisieren, so dass sie später wiedergefunden und mit anderen ausgetauscht werden können. Hierbei geht es häufig nicht nur um die Informationen selbst, sondern auch um die dahinter stehenden Personen, die über das entsprechende Wissen verfügen und z.B. bei Fragen schnell weiterhelfen können. Das Wissen über Kompetenzen und Fähigkeiten der Mitarbeiter ist auch wesentlich für ein Unternehmen und dessen organisationale Entwicklung, zum Beispiel bei der Zusammenstellung von Teams oder auch der Identifikation von Weiterbildungsbedarfen.

Die Forschung zu ontologiebasierten semantische Anwendungen hat gezeigt, dass Ontologien durch die Verknüpfung von Informationsressourcen mit Hintergrundwissen, das Organisieren und (Wieder-)Auffinden relevanter Ressourcen, seien es Dokumente oder Personen, sehr gut unterstützen können. In der Praxis jedoch haben ontologiebasierte Anwendungen den Durchbruch auf breiter Ebene noch immer nicht geschafft – etwas das besonders auf den hohen Aufwand und Komplexität der Ontologieentwicklung zurückgeführt werden kann. Folksonomiebasierte Anwendungen hingegen, haben sich in letzter Zeit als agile und nutzergetriebene Ansätze bewiesen. Sie befähigen ihre Nutzer auf einfache und leichtgewichtige Weise relevante Informatio-nen und Wissen über andere zu sammeln, zu organisieren und auszutauschen. Jedoch führt bei diesen Ansätzen das Fehlen von Semantik zu Schwierigkeiten und zu einer verminderten Wiederauffindbarkeit.

Dieser Vortrag behandelt die Frage wie folksonomiebasierte und ontologiebasierte Ansätze kombiniert werden können, so dass die jeweiligen Nachteile vermieden und die Vorteile erhalten bleiben und auf diese Art und Weise eine Gemeinschaft von Wissensarbeitern in der Organisation und Pflege eines gemeinsamen Informationsbestands unterstützt werden kann.

Vorgestellt wird ein konzeptuelles Modell, das die Entwicklung ontologischer Wissensstrukturen mit der Metapher der Reifung beschreibt. Ebenso werden Methoden und Werkzeuge vorgestellt, mit denen Gruppen von Endnutzern ohne Modellierungswissen gemeinsam Informationsbestände mit Hilfe von Ontologien orga-nisieren und dabei arbeitsintegriert diese auch selbstständig weiterentwickeln können. Das Modell und seine zwei Anwendungen (Social Semantic Bookmarking und Semantic People Tagging) wurden der Design Re-search Methodologie folgend iterativ in mehreren formativen Evaluationen entwickelt.

(Simone Braun)




Start: 15. Juli 2011 um 14:00
Ende: 15. Juli 2011 um 15:00


Im Gebäude 11.40, Raum: 231

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Veranstalter: Forschungsgruppe(n) Wissensmanagement
Information: Media:Simone Braun Graduiertenkolloquium.pdf