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Wir haben zu wenig Phantasie

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Wir haben zu wenig Phantasie

Veranstaltungsart:
Kolloquium Angewandte Informatik



Ich zeige in diesem Vortrag, dass man zur Lösung wichtiger Aufgaben, die anstehen, oft eingefahrene Wege verlassen und ganz neue Ansätze durchdenken muss. Ich belege das an Hand einiger der größten gegenwärtigen Probleme der Menschheit. Natürlich habe ich nicht für alles fix und fertige Superlösungen. Ich werde aber (das verspreche ich) überraschen, indem ich zeige, dass vielleicht ein völliges Umdenken vieles lösen könnte. Hier ein paar Beispiele: Wie können wir zukünftige Atomkriege verhindern, ja eine total atomare Abrüstung erzielen? Im Jahr 1900 hatte die Erde ca. 1 Milliarde Menschen; heute sind es mehr als 7,5 Milliarden, und bis 2050 sind 10 Milliarden prognostiziert. Das sind zu viele Menschen, von denen sich übrigens 20% auch Ihre schöne Stadt ansehen werden wollen. Die wachsende Bevölkerung braucht immer mehr Ressourcen jeder Art. Z.B. viel mehr sauber erzeugte Energie, viel mehr sauberes Trinkwasser ... , in vielen Ländern nur durch heute nicht existierende effiziente Meerwasserentsalzung erhältlich. Also: Kann man das Bevölkerungswachstum bremsen, vielleicht umkehren? Und wie können wir mehr saubere Energie gewinnen? Was machen wir gegen die globale Erwärmung? Ist da CO2 wirklich der größte Feind? Wie sieht der Verkehr der Zukunft aus, werden da autonome Autos eine Rolle spielen oder was ganz anderes? Führt die Automatisierung zu mehr Arbeitslosigkeit? Wie sorgen wir für die "richtige" Art der Ausbildung? Welche Rolle spielen da Smartphones, Tablets, Internet und Konsorten? Sind die nicht im Begriff, uns das Rechnen, Lesen, Schreiben und Merken auszutreiben, also verdummt uns die Computerei? Gibt es Alternativen zur Globalisierung? Brauchen wir trotz unserer Abneigung gegen Gentechnik in manchen Bereichen diese doch? Können neue Materialen wie etwa Graphen, Haifischhaut, geschäumtes Metall, Ziegeln die nur aus Luft und einer Polymerhaut bestehen, oder der Lotuseffekt, unsere Welt verändern? Oder werden uns notwendige seltene Rohstoffe wie Palladium, oder Helium-3, oder Lithium, ... ausgehen, so dass ganz neue Probleme entstehen werden? Wenn Sie keine der obigen Fragen interessiert, bitte kommen Sie nicht zur Veranstaltung. Ansonsten werde ich mit einigen Antworten überraschen oder provozieren.

(Prof. Dr. Dr.h.c. Hermann Maurer, TU Graz)




Start: 17. Oktober 2018 um 17:30
Ende: 17. Oktober 2018 um 19:00


Im Gebäude 30.10, Raum: NTI-Hörsaal

Veranstaltung vormerken: (iCal)


Veranstalter: Forschungsgruppe(n) Betriebliche Informationssysteme
Information: Media:Maurer_17-10-2018.pdf

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