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Presseinfo080922

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Festsymposium zeigt Bilanz und Perspektiven der Angewandten Informatik


Universität Karlsruhe (TH) verabschiedet Professor Dr. Dr. h.c. Wolffried Stucky aus dem offiziellen Dienst / Festveranstaltung am 17. und 18. Oktober / Namhafte Informatik-Fachleute aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft diskutieren über Benefit und Potenzial der Angewandten Informatik, einer Fachrichtung, die untrennbar mit dem Namen Wolffried Stucky verbunden ist


Karlsruhe, 22. September 2008 – 24 bekannte Spin-offs, mehr als 1.400 Diplomarbeiten, über 100 Promotionen und 15 Habilitationen sind bis heute die beeindruckende Bilanz des Instituts für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB). Am 17. und 18. Oktober 2008 wird einer seiner Gründer, Prof. Dr. Dr. h.c. W. Stucky, mit einem Festsymposium aus dem offiziellen Dienst an der Universität Karlsruhe (TH) verabschiedet. Bei der Veranstaltung werden namhafte Informatik-Fachleute aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft über Benefit und Potenzial der Angewandten Informatik diskutieren - der Fachrichtung, die untrennbar mit dem Namen Wolffried Stucky verbunden ist. Alle Redner und das genaue Programm sind unter http://www.aifb.uni-karlsruhe.de/AIK/veranstaltungen/aik22 einzusehen.


Pressevertreter-/innen sind zur Teilnahme am Festsymposium herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Kontaktdaten finden Sie am Ende dieser Meldung.


Weitere Informationen zu Prof. Stucky, zu den Vorträgen und zum Ablauf
Der Elfenbeinturm war nie Aufenthaltsort von Stucky, einem der Gründerväter der deutschen Informatik. Die Leidenschaft des promovierten Mathematikers galt schon immer der gewinnbringenden Anwendung von Informatik im betrieblichen Umfeld. Es war Stuckys Verdienst im Rahmen des Instituts AIFB, die Wirtschaft in die Universität zu holen, ein zur damaligen Zeit heftig umstrittenes Unterfangen. Bereits 1980 gründete sich aus dem Institut heraus auch das erste Unternehmen, dem mindestens 23 weitere erfolgreiche Spin-offs folgen sollten. Achtzehn dieser Unternehmen beschäftigen heute zusammen über 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Bedeutung, die das Institut für den Standort Karlsruhe erreicht hat, beschrieb der langjährige Bürgermeister der Stadt Karlsruhe, Ulrich Eidenmüller, 2006 mit folgendem Satz: „Das Institut AIFB hat – wie die Liste der aus dem Institut heraus gegründeten Unternehmen ausweist – einen enormen Beitrag zum Standort Karlsruhe geleistet.“
Wie in der Wirtschaft hat Stucky seine Handschrift unübersehbar auch in Forschung und Lehre hinterlassen. Die Anerkennung, die dem Vordenker allgemein gezollt wird, spiegelt sich in der Liste der Vortragenden zum Festsymposium. Zahlreiche langjährige Weggefährten, Kollegen, ehemalige Schüler, Geschäftspartner und Vertreter aus Politik und Ministerien werden zu aktuellen Themen sprechen, darunter Dr. Wolf-Dieter Lukas (BMBF) „Informatik und Politik – Strategien für eine unsichtbare Schlüsseltechnologie“, Prof. Dr. Gunter Schlageter (FernUniversität Hagen) „e-government: Informatik im interdisziplinären Dschungel“, Prof. Dr. Georg Lausen (Universität Freiburg) „Modellieren mit Graphen – Repräsentieren in Tabellen“, Dr. Frank Schönthaler (PROMATIS Software GmbH) „Benzin für den Motor der deutschen Wirtschaft – Ingenieurkrise im Mittelstand“, Prof. Dr. Gottfried Vossen ( Universität Münster) „Datenbank-Lehre im Wandel der Zeit“ und Prof. Dr. Thomas Wolff (ProWoCon) „Unternehmensarchitektur als Managementprinzip“. Und auch der zu Verabschiedende lässt es sich nicht nehmen, einen „Rückblick nach vorne“ zu geben. An die Verabschiedung von der Universität schließt sich ab 16.30 Uhr ein Empfang am FZI Forschungszentrum Informatik an, bei dem Vorstände des FZI, Kollegen und ein Schüler von Wolffried Stucky zu Wort kommen: Prof. Dr. Rudi Studer und Vorstand Michael Flor von FZI sowie Dr. Jakob Karszt von der POET AG.

Der Samstagvormittag im Renaissance Karlsruhe Hotel wird vom Verein Angewandte Informatik Karlsruhe e.V. (AIK) ausgerichtet, dessen Kuratoriumsvorsitzender Stucky ist. Themenschwerpunkt ist der Gedankenaustausch zwischen Lehre, Forschung und Praxis. Elmar Buschlinger (Cyberforum) spricht über das "Eco-System für Hightech-Unternehmensentwicklung", Dr. Hans-Georg Storck aus Luxemburg über "Content und Cognition – Programmierung auf hohem Niveau" und Prof. Dr. Hans-Dieter Unkelbach aus Wiesbaden folgt "Wolffried Stuckys Spuren in der Arzneimittelforschung". Weitere Referenten sind Christian Schwarzkopf (CIE, Universität Karlsruhe (TH)) zum Thema „Center für Innovation & Entrepreneurship – frische Startups für das KIT“, Dr. Peter Weiß über "e-Skills und Standards" und Gunther Schiefer von der Universität Karlsruhe (TH) mit einem Beitrag über „Mobile Business“, einem der aktuellen Forschungsgebiete von Prof. Stucky. Das Programm beschließt der Jurist Prof. Michael Bartsch mit dem Vortrag „Strukturähnlichkeiten zwischen Software und Verträgen“.

Zu den zahlreichen Ehrenämtern, die Wolffried Stucky in seiner Laufbahn bekleidete, zählen die Präsidentschaft der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) mit heute etwa 25.000 Mitgliedern, die Präsidentschaft des europäischen Dachverbandes „Council of European Professional Informatic Societies“ (CEPIS) mit über 400.000 Mitgliedern in 33 Ländern. Außerdem ist er Vorsitzender des Kuratoriums des Max-Planck-Instituts für Informatik in Saarbrücken.

Für sein Wirken im Bereich der Wirtschaftsinformatik und für seine Verdienste um die Förderung der Verbindung von Wissenschaft und Praxis wurde Prof. Stucky im Juni 2007 die Würde eines Doktors der Wirtschaftswissenschaften ehrenhalber von der Schweizer Universität St. Gallen verliehen.

Bis zu seiner Verabschiedung hat Wolffried Stucky als Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und durch außergewöhnliches Engagement in zentralen universitären Gremien die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt.

Wenn Wolffried Stucky jetzt auch offiziell aus dem Lehrbetrieb und der Selbstverwaltung der Universität Karlsruhe ausscheidet, zur Ruhe setzt er sich noch lange nicht. Als Direktor am FZI Forschungszentrum Informatik wird er sich weiter für die Anwendungsforschung und den Wissenstransfer engagieren. Unter anderem will er aktiv die Zukunft der mobilen Informations- und Kommunikationstechnologien mitgestalten – mit dem vorrangigen Ziel, für kleine und mittlere Unternehmen Methoden, Werkzeuge und Infrastruktur zu schaffen, mit deren Hilfe sie ihre Informationsprodukte und -dienste selbständig ins Netz bringen können.


Weitere Informationen

Für die Presse:
Vera Münch
PR+Texte
Tel.: 05121/82613
Mobil: 0171/3825545
E-Mail: info@vera-muench.de


Presseanmeldungen zum Symposium:
Vera Münch, Tel. 05121-82613, E-Mail: vera.muench(at)t-online.de
Michaela Fischer, Tel. 0721-608-4512, E-Mail: sekretariat.oberweis(at)aifb.uni-karlsruhe.de


Über das Institut AIFB

Das Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) ist das Informatik-Institut der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Karlsruhe (TH). Durch eine grundlegende Informatik-Ausbildung, die maßgeschneidert zu den Studiengängen der Fakultät passt, qualifiziert es junge Menschen für Führungspositionen in Wissenschaft und Wirtschaft. Studierende lernen am Institut AIFB hochkomplexe Informatikanwendungen zu verstehen, sie fachgerecht zu bauen, sie technisch und ökonomisch richtig zu bewerten und sich daraus ergebende Chancen für Innovationen zu nutzen. Absolventen des Instituts haben erfolgreich Firmen gegründet, die heute fester Bestandteil der Technologieregion Karlsruhe und Baden-Württemberg sind und zum Teil international agieren. Zahlreiche andere Absolventinnen und Absolventen arbeiten in Managementpositionen in Unternehmen oder als Professoren an Hochschulen.

Im Mittelpunkt der Forschung am Institut AIFB steht die Weiterentwicklung und praktische Anwendung von Methoden der Informatik. Die Hauptarbeitsfelder der Forschungsgruppen sind Betriebliche Informationssysteme, Effiziente Algorithmen und Organic Computing, Wissensmanagement und Semantic Web, Komplexitätsmanagement, eOrganisation, Mobile IT, Software- und Systems Engineering und eLearning.
http://www.aifb.uni-karlsruhe.de


Über das FZI Forschungszentrum Informatik Karlsruhe

Das FZI ist eine Forschungseinrichtung des Landes Baden-Württemberg und der Universität Karlsruhe (TH). Es hat die Aufgabe, die neuesten wissenschaftlichen Er¬kenntnisse aus Informatik, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften für Unter¬nehmen und öffentliche Einrichtungen verfügbar zu machen. In Kooperationsprojek¬ten und in Auftragsforschung entwickelt das FZI für seine Geschäftspartner Konzepte für betriebliche Organisationsaufgaben, Software- und Systemlösungen und setzt diese in innova¬tive Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse um. Wissenschaftliche Exzellenz und Interdisziplinarität sind in der Organisation verankert: Für den Technologietransfer engagieren sich am FZI Professorinnen und Professoren, die an verschiedenen Fakultäten der Universität Karlsruhe (TH) und weiterer Universitäten Informatik und ihre Anwendungen erforschen. Die Forschungseinrichtung ist gemeinnützig.
http://www.fzi.de


Über den Verein AIK e.V.

Der Verein "Angewandte Informatik Karlsruhe e.V." (AIK) ist ein Forum für einen lebendigen Gedankenaustausch zwischen Lehre, Forschung und Wirtschaft zu Themen der Informatik sowie der Informations- und Kommunikationstechnologien in ihren innovativen Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. Er fördert als organisatorische Basis ein intensives Miteinander von Wirtschaft und Hochschulen. In halbjährlich stattfindenden Symposien greift der AIK e.V. aktuelle Themen der Informatik auf. Namhafte Referenten aus Wissenschaft und Wirtschaft stellen in Vorträgen neue Entwicklungen vor. In fachlicher Diskussion werden die Themen sowohl aus der Sicht der Wissenschaft, als auch der Sicht der Wirtschaft betrachtet und diskutiert. Der Verein wurde 1996 von Absolventen und Mitarbeitern des Instituts für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Karlsruhe (TH) gegründet. Er ist dem Institut AIFB eng verbunden.
http://www.aik-ev.de/

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