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Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für Professor Wolffried Stucky


Übergabe des Verdienstordens durch Staatssekretär Birk am Dienstag, 8. September 2009, 16.00 Uhr, FZI Forschungszentrum Informatik, Karlsruhe / Oettinger: "Sie haben sich in vielfältiger Weise für Ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger eingesetzt und sich um das Gemeinwohl verdient gemacht" / Unermüdlicher ehrenamtlicher Einsatz für die Hochschulausbildung, die wissenschaftliche Gemeinschaft und eine intensive, vorbildliche Förderung enger Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft / Beratung und Unterstützung für Absolventinnen und Absolventen noch Jahrzehnte nach deren Studium


Karlsruhe, 1. September 2009 - Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler hat auf Vorschlag des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther H. Oettinger das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Professor Dr. Dr. h.c. Wolffried Stucky verliehen. Im Benachrichtigungsschreiben zur Verleihung des Verdienstordens erklärt Ministerpräsident Oettinger: "Sie haben sich in vielfältiger Weise für die Mitbürgerinnen und Mitbürger eingesetzt und sich um das Gemeinwohl verdient gemacht".

Überreicht wird das Bundesverdienstkreuz am Dienstag, dem 8. September 2009, durch Staatssekretär Dr. Dietrich Birk vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg bei einem kleinen Festakt im FZI Forschungszentrum Informatik. Zur Veranstaltung laden das FZI, die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und das Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) der Universität Karlsruhe (TH) ein. Stucky war bis zu seiner Emeritierung im vergangenen Jahr Sprecher der kollegialen Institutsleitung des AIFB, das der promovierte Mathematiker vor 37 Jahren als Informatik-Institut der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften mit gegründet hat. Am FZI, an dem er seit 1989 Forschungstransfer betreibt, ist er nach wie vor Mitglied des vierköpfigen Vorstands.

Hohe fachliche und menschliche Kompetenz, Fingerspitzengefühl, Kontinuität und eine überdurchschnittliche Belastbarkeit sind die Markenzeichen von Wolffried Stucky, die es ihm ermöglicht haben, neben seiner beruflichen Laufbahn dem Gemeinwohl in vielfältiger Weise zu dienen. Dabei hatte er immer die individuelle menschliche, aber auch die gesamtgesellschaftliche Perspektive vor Augen. Dafür dankt ihm der Bundespräsident jetzt mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.


Zum Engagement von Prof. Stucky:
Seine Freizeit für gesellschaftliches Engagement zur Verfügung zu stellen, ist fester Bestandteil von Wolffried Stuckys Leben. Seit Jahrzehnten setzt er sich ehrenamtlich für vielfältige gesellschaftliche Belange ein. Weit über seine berufliche Tätigkeit als Wissenschaftler und Hochschullehrer für Angewandte Informatik hinaus wirkte er mit großem Elan gestaltend in universitären und außeruniversitären Gremien und Kommissionen mit. Sein Fachwissen über Software für betriebliche Zwecke stellte er als Gutachter zur Prüfung und Bewertung schwieriger Sachverhalte bereit. In Vereins- und Verbandsämtern, unter anderem als Präsident der Gesellschaft für Informatik (GI e.V.) und Präsident der Dachorganisation der europäischen Informatik-Fachverbände CEPIS (Council of European Professional Informatics Societies) engagierte er sich federführend für die Lösung übergeordneter gemeinschaftlicher Aufgaben seines Fachgebietes sowie dessen Vertretung gegenüber der Politik.

Systematisch und mit großer Ausdauer förderte Professor Stucky auf nationaler und internationaler Ebene auch die Entwicklung und Harmonisierung neuer Ausbildungsmethoden, unter anderem, um IKT-Nachwuchskräfte derart zu qualifizieren, dass ihr Ausbildungsstand für Arbeitgeber europaweit vergleichbar wird. Diese Ziele verfolgt er auch nach seiner Emeritierung aktiv weiter; beispielsweise im European e-Skills Forum und der Follow-Up-Community, die von der Europäischen Kommission, Generaldirektion Enterprise, zu diesem Zweck eingerichtet wurden. Über Europa hinaus erwarb Stucky sich große Verdienste durch die intensive Förderung deutsch-chinesischer Zusammenarbeit im universitären Bereich. Durch seine Kontakte nach China kamen viele chinesische Studierende nach Karlsruhe. Er selbst ist seit einigen Jahren Honorarprofessor (Advisory Professor) am Beijing Institute of Technology (BIT) in Peking und an der Yunnan University in Kunming.

Die Betreuung seiner Studierenden und Absolventen ging immer weit über die fachliche Wissensvermittlung hinaus. Sein persönliches Engagement und die selbstlos geleistete Unterstützung halfen vielen, ihren Berufsweg als eigenständige Unternehmer zu gehen. Mit großem wirtschaftlichem Sachverstand und hoher sozialer Kompetenz motivierte er viele Absolventen, Unternehmen zu gründen. Bei diesem Vorhaben fand er in seinen Kollegen am Institut aktive Mitstreiter. Seit 1980 gründeten sich, soweit bekannt ist, aus dem Institut AIFB heraus 25 erfolgreiche Spin-offs. Viele der Unternehmensgründer sind dem AIFB über Jahre hinweg bis heute eng verbunden. Auch Jahrzehnte nach ihrem Studium können sie ihre beruflichen und auch privaten Fragen mit ihren Professoren diskutieren - und sie tun es auch. Nach Stuckys Vorbild ist die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern von einem besonderen, persönlichen Vertrauensverhältnis geprägt.

Dies ist einer der Wege, auf denen der verdiente Professor mit hohem Einsatz an Zeit und Energie die enge Zusammenarbeit von Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen förderte. Einen weiteren beschritt er mit dem gemeinnützigen Verein Angewandte Informatik Karlsruhe e.V. (AIK), den er 1996 gemeinsam mit Absolventen und Mitarbeitern des Instituts AIFB gründete und dessen Kuratoriumsvorsitzender er seither ist. Heute bietet der Verein halbjährlich bestens besuchte Veranstaltungen zu aktuellen Themen der Informatik an, die aus wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Sicht diskutiert werden. Die Wissenschaft bekommt durch die Diskussion Impulse aus der Praxis. Die Wirtschaft wiederum profitiert von Information und Technologietransfer.

Bei seinen vielfältigen Engagements wird Wolffried Stucky von seiner Familie unterstützt: Er ist verheiratet mit Ingrid Stucky. Sie haben eine Tochter und zwei Enkelkinder. Mit seiner Frau lebt er in Worms.


Weitere Informationen zur Person:
http://www.aifb.uni-karlsruhe.de/Personen/viewPerson?id_db=38


Programm zum Festakt:

Begrüßung

  • Prof. Dr.-Ing. Detlef Löhe, Prorektor für Forschung des KIT (Karlsruher Institut für Technologie)

Überreichung des Verdienstordens

  • Staatssekretär Dr. Dietrich Birk, MdL - Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg

Ansprachen und Grußworte

  • Dr. Wolf-Dieter Lukas, Abteilungsleiter Schlüsseltechnologien - Forschung für Innovationen im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Margret Mergen, Bürgermeisterin der Stadt Karlsruhe
  • Prof. Dr. Hartmut Schmeck, Sprecher des Instituts AIFB, Universität Karlsruhe / KIT


Weitere Informationen

FZI Forschungszentrum Informatik
Haid-und-Neu-Str. 10-14
76131 Karlsruhe
Kontakt: Gabriele Bütner, Sekretariat Vorstand
Telefon:+49 721 9654-911
E-Mail: buetner(at)fzi.de
Internet: www.fzi.de


Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB)
Universität Karlsruhe (TH)
Kontakt: Dr. Daniel Sommer, Institutsgeschäftsführung
Tel.: +49 721 608-3710
E-Mail: sommer(at)aifb.uni-karlsruhe.de
Internet: www.aifb.uni-karlsruhe.de


Für die Presse:
Vera Münch PR+TEXTE
Telefon: +49 5121 82613
mobil: +49 171 3825545
E-Mail: muench@fzi.de


Über das FZI Forschungszentrum Informatik

Das FZI ist eine Forschungseinrichtung des Landes Baden-Württemberg und der Universität Karlsruhe (TH). Es hat die Aufgabe, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus Informatik, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verfügbar zu machen. In Kooperationsprojekten und in Auftragsforschung entwickelt das FZI für seine Geschäftspartner Konzepte für betriebliche Organisationsaufgaben, Software- und Systemlösungen und setzt diese in innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse um. Wissenschaftliche Exzellenz und Interdisziplinarität sind in der Organisation verankert: Für den Technologietransfer engagieren sich am FZI Professorinnen und Professoren, die an verschiedenen Fakultäten der Universität Karlsruhe (TH) und weiteren Universitäten Informatik und ihre Anwendungen erforschen. Die Forschungseinrichtung ist gemeinnützig.


Über das Institut AIFB

Das Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) ist das Informatik-Institut der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Karlsruhe (TH) / des Karlsruher Instituts für Technologie - KIT. Es qualifiziert junge Menschen für Führungspositionen in Wissenschaft und Wirtschaft - durch eine grundlegende Informatik-Ausbildung, die maßgeschneidert zum gewählten Studiengang passt.

Im Mittelpunkt der Forschung am Institut AIFB steht die Weiterentwicklung und praktische Anwendung von Analyse- und Modellierungsmethoden der Informatik. Ziel ist, zuverlässige dauerhaft beherrschbare und vertrauenswürdige Informatiksysteme zu schaffen, die sich flexibel an die Aufgaben anpassen, die sie ausführen sollen. Die Hauptarbeitsfelder der Forschungsgruppen sind Betriebliche Informationssysteme, Effiziente Algorithmen und Organic Computing, Wissensmanagement und Semantic Web, Komplexitätsmanagement, Services Computing, sowie Software- und Systems Engineering.

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